Sieraden schoonmaken per materiaal — Lundholm gids

Schmuck reinigen: So machst du es je nach Material richtig

von/ durch Noortje van Hilten am Mai 31 2026

Dein Schmuck sieht nach einer Weile etwas stumpf aus, in den Gliedern sitzt ein Rand aus Anlauf, oder ein Ring braucht einfach dringend eine Auffrischung. Die große Frage: Wie reinigst du deinen Schmuck richtig, ohne ihn zu beschädigen? In diesem Ratgeber liest du die sichere Basismethode, die Fehler, die du besser vermeidest, und genau das, was du je nach Material tust — von Edelstahl und Gold bis zu Silber, Naturstein und Perlen.

Die kurze Antwort: Die meisten Schmuckstücke reinigst du sicher mit lauwarmem Wasser, ein paar Tropfen mildem Spülmittel und einer weichen (Zahn-)Bürste. Danach gut nachspülen und mit einem weichen Tuch vollständig trocken tupfen. Benutze nie Zahnpasta, Scheuermittel, Bleiche, Alkohol oder ein aggressives Schmuck-Tauchbad auf farbigen oder beschichteten Schmuckstücken. Silber polierst du mit einem Silberputztuch, und Naturstein und Perlen reinigst du nur trocken oder leicht feucht — nie in einem Tauchbad.

Leicht sauber zu halten — wasserfester Schmuck

Edelstahl mit PVD-Beschichtung lässt sich mit Abstand am einfachsten reinigen: kurz abspülen und trocken tupfen genügt. Eine Auswahl aus der Lundholm Kollektion.

Die sichere Basismethode in 5 Schritten

Für die allermeisten Schmuckstücke — Ringe, Ohrringe, Ketten und Armbänder aus Metall — funktioniert diese milde Methode bestens. Es ist derselbe Ansatz, den Juweliere für die tägliche Pflege nutzen, nur eben zu Hause und ohne teures Zubehör.

  1. Lauwarme Seifenlauge ansetzen. Füll eine kleine Schale mit lauwarmem (nicht heißem) Wasser und gib ein paar Tropfen mildes Spülmittel dazu.
  2. Kurz einweichen lassen. Leg das Schmuckstück 5 bis 10 Minuten hinein, damit sich Schmutz, Hautfett und Seifenreste lösen. Diesen Schritt überspringst du bei Naturstein, Perlen und geklebten Steinchen (siehe weiter unten).
  3. Sanft bürsten. Geh mit einer weichen Zahnbürste an den Gliedern entlang, hinter Steinchen und in Rillen, wo sich Schmutz sammelt. Sanft reiben, nicht schrubben.
  4. Gut nachspülen. Spül unter lauwarmem fließendem Wasser ab, damit keine Seife zurückbleibt — mach das über einem verschlossenen Abfluss oder einer Schale, damit dir ein Ring nicht entgleitet.
  5. Vollständig trocken tupfen. Tupfe mit einem weichen, fusselfreien Tuch trocken und lass das Schmuckstück bei Bedarf noch kurz an der Luft nachtrocknen. Zurückbleibende Feuchtigkeit ist nämlich eine Ursache für stumpfe Stellen.

Fertig. Für ein Schmuckstück, das du täglich trägst, reicht das alle paar Wochen mehr als aus, um es strahlend zu halten.

Was du brauchst (und was du besser weglässt)

Für die meisten Stücke brauchst du kein spezielles Schmuckputzmittel. Was du schon benutzt: lauwarmes Wasser, ein paar Tropfen mildes Spülmittel, eine weiche Zahnbürste oder einen Make-up-Pinsel und ein weiches Mikrofaser- oder Silbertuch zum Trockentupfen und Polieren.

Was du besser weglässt: Zahnpasta (scheuert feine Kratzer in weiches Gold und Beschichtungen), Scheuermittel und Schwämme mit rauer Seite, bleich- und chlorhaltige Reiniger, aggressive Schmuck-Tauchbäder sowie reinen Alkohol oder Aceton auf farbigen oder beschichteten Schmuckstücken. Auch ein Ultraschallreiniger wirkt praktisch, kann aber lose Steinchen, Perlen und Naturstein gerade beschädigen — nutze ihn nur, wenn du sicher weißt, dass das Schmuckstück das verträgt.

Schmuck reinigen je nach Material

Nicht jedes Schmuckstück darf auf dieselbe Weise gereinigt werden. Hier ist der Schnellüberblick; darunter liest du die Details je nach Material. Du bist dir nicht sicher, woraus dein Schmuckstück besteht? Dann lies zuerst unseren Ratgeber welches Schmuckmaterial sich nicht verfärbt.

Material Beste Methode Vermeiden
Edelstahl (mit PVD) Lauwarme Seifenlauge, sanft bürsten, trocken tupfen Scheuermittel, Stahlwolle
Massivgold (14k/18k) Lauwarme Seifenlauge, weiche Bürste, nachspülen Zahnpasta, harte Bürste
Vergoldet / gold plated Nur sanft mit feuchtem Tuch abwischen Bürsten, Tauchbad, Scheuern
Silber (925 Sterling) Silberputztuch, danach milde Seifenlauge Zahnpasta, langes Einweichen
Zirkonia / Steinchen Seifenlauge + weicher Pinsel hinter dem Stein Ultraschall bei geklebten Steinchen
Naturstein (Rosenquarz, Amethyst, Lavastein) Leicht feuchtes Tuch, sofort trocknen Einweichen, Seife, Ultraschall
Perlen (echt oder Imitationsperle) Weiches feuchtes Tuch, flach liegend trocknen lassen Eintauchen, Alkohol, Parfum

Edelstahl reinigen — am einfachsten von allen

Edelstahl (rostfreier Stahl / Chirurgenstahl), erst recht mit PVD-Beschichtung, ist das pflegeleichteste Material, das es gibt. Er läuft nicht an und ist wasserfest, du kannst ihn also einfach unter lauwarmem fließendem Wasser mit einem Tropfen Spülmittel abspülen, kurz sanft bürsten und trocken tupfen. Kein Polieren, keine Spezialmittel.

Das Einzige, worauf du achtest: Benutze kein Scheuermittel und keine Stahlwolle, denn das kann winzige Kratzer im Glanz hinterlassen. Ansonsten gilt: Je öfter du ihn trägst, desto weniger Pflege braucht er. Deshalb ist unsere gesamte Lundholm Kollektion bewusst aus Premium-Edelstahl gefertigt.

Gold und vergoldeten Schmuck reinigen

Massivgold (14 oder 18 Karat) verträgt die milde Seifenlauge problemlos. Lass es kurz einweichen, bürste sanft hinter eventuellen Steinchen und spül gut nach. Weil reines Gold relativ weich ist, nimmst du immer eine sehr weiche Bürste und nie Zahnpasta oder Scheuermittel.

Vergoldeter Schmuck (dünn gold plated) verlangt genau das Gegenteil: Je weniger du daran reibst, desto länger bleibt die Goldschicht intakt. Bürsten und Tauchbäder tragen die dünne Schicht ab. Wisch Vergoldetes deshalb nur vorsichtig mit einem leicht feuchten, weichen Tuch ab und tupfe es sofort trocken. Willst du wissen, warum dünne Vergoldung sich mit der Zeit verfärbt? Das liest du in warum verfärbt sich meine Kette.

Silber reinigen — Anlauf entfernen

Echtes Silber (925 Sterling) läuft mit der Zeit dunkel an; das ist eine normale Reaktion mit Schwefel in der Luft und im Schweiß, kein Qualitätsmangel. Den dunklen Anlauf entfernst du am besten mit einem Silberputztuch: Poliere das Silber in Ruhe damit, bis der Glanz zurückkommt. Danach kannst du es noch kurz durch eine milde Seifenlauge ziehen, um Politurreste zu entfernen, und gut trocken tupfen.

Bewahre Silber zwischen dem Tragen luftdicht auf (zum Beispiel in einem verschließbaren Beutel), denn so läuft es viel langsamer an. Willst du den Silber-Look ohne das Polieren? Dann ist silberfarbener Edelstahl eine pflegefreie Alternative.

Schmuck mit Zirkonia oder Steinchen

Hinter Steinchen sammeln sich gerade am meisten Schmutz und Hautfett — genau deshalb funkelt ein Ring mit Zirkonia nach einer Weile weniger. Reinige ihn mit der milden Seifenlauge und geh mit einem weichen Pinsel oder einer Zahnbürste vorsichtig hinter und rund um den Stein entlang. Nachspülen und trocken tupfen.

Achtung bei geklebten Steinchen: Lass die nicht lange einweichen und benutze keinen Ultraschallreiniger, denn Wasser und Vibrationen können den Kleber angreifen. Kurz reinigen und schnell trocknen lautet hier die Devise.

Naturstein reinigen (Rosenquarz, Amethyst, Lavastein)

Naturstein ist porös und mag keinen langen Kontakt mit Wasser und Seife. Reinige Schmuck mit Rosenquarz, Amethyst oder Lavastein deshalb nur mit einem leicht feuchten, weichen Tuch und trockne ihn sofort nach. Kein Tauchbad, kein Spülmittel und ganz sicher kein Ultraschallreiniger. Lavastein ist außerdem besonders porös, halte ihn also so weit wie möglich vom Wasser fern.

Perlen reinigen (echt und Imitationsperle)

Perlen sind am empfindlichsten von allen. Sie vertragen keine Seife, keinen Alkohol, kein Parfum und kein Einweichen. Wisch sie nach dem Tragen mit einem weichen, leicht feuchten Tuch ab und lass sie flach liegend trocknen, damit sich der Faden nicht dehnt. Die goldene Regel für Perlen: Sie kommen als Letztes an (nach Parfum und Haarspray) und als Erstes wieder ab.

Lieber Schmuck, der kaum Pflege braucht?

Unsere gesamte Kollektion besteht aus Premium-Edelstahl mit PVD — wasserfest, hypoallergen und einfach sauber zu halten.

Allen Schmuck ansehen →

Wie oft solltest du deinen Schmuck reinigen?

Das hängt davon ab, wie oft du ihn trägst. Ein Ring oder eine Kette, die du jeden Tag trägst, profitiert alle zwei bis vier Wochen von einer kurzen Reinigung. Schmuck, den du ab und zu trägst, wischst du einfach nach dem Tragen ab und reinigst ihn ein paar Mal im Jahr gründlicher. Silber nimmst du dir vor, sobald du siehst, dass es anzulaufen beginnt.

Das Wichtigste ist eigentlich nicht das Reinigen, sondern Schmutz vermeiden — und das spart dir die meiste Arbeit.

So verhinderst du, dass dein Schmuck schmutzig oder stumpf wird

Mit ein paar einfachen Gewohnheiten musst du viel weniger putzen. Die wichtigste Regel: Schmuck kommt als Letztes an und als Erstes wieder ab. Leg ihn also erst nach Parfum, Creme, Haarspray und Make-up an, denn genau diese Produkte bilden zusammen mit Hautfett die Schicht, die deinen Schmuck stumpf macht.

Außerdem hilft es, Schmuckstücke getrennt voneinander aufzubewahren, damit sie nicht verkratzen, sie beim Putzen, Spülen und Sport abzulegen und sie nach Kontakt mit Chlor oder Salzwasser mit klarem Wasser abzuspülen. Willst du wissen, welcher Schmuck viel Wasser verträgt und welchen du besser ablegst? Dann lies Schwimmen mit Schmuck. Hast du empfindliche Haut, lohnt sich auch unser Ratgeber über hypoallergenen Schmuck.

Warum Edelstahl-Schmuck so viel weniger Pflege braucht

Wir fertigen unseren gesamten Schmuck bewusst aus Premium-Edelstahl mit einer 2,5 Mikron starken PVD-Gold- oder Silberbeschichtung. Der große Vorteil beim Reinigen: Er läuft nicht an wie Silber, die Farbschicht trägt sich nicht ab wie bei dünner Vergoldung, und er ist wasserfest. In der Praxis heißt das: kurz abspülen, trocken tupfen und fertig — kein Silberputztuch, kein vorsichtiges Tupfen an einer Beschichtung, die du nicht wegreiben willst.

Ein Schmuckstück, das du jeden Tag trägst, ohne noch darüber nachzudenken, und das mit einer Minute Arbeit wieder strahlt. Für alle, die keine Lust auf Putzrituale haben, ist genau das die Idee. Schau dir gern unseren kompletten Ratgeber mit allen Schmuckarten für Damen an, um zu sehen, was es alles gibt.

Häufige Fragen zum Schmuck reinigen

Wie reinigt man Schmuck am besten?

Für die meisten Schmuckstücke funktioniert lauwarmes Wasser mit ein paar Tropfen mildem Spülmittel am besten. Lass das Schmuckstück kurz einweichen, geh mit einer weichen Zahnbürste an Gliedern und Steinchen entlang, spül gut mit lauwarmem Wasser nach und tupfe es mit einem weichen Tuch vollständig trocken. Naturstein und Perlen reinigst du nur mit einem leicht feuchten Tuch, ohne Einweichen.

Kann man Schmuck mit Zahnpasta reinigen?

Nein, das lässt du besser. Zahnpasta enthält Scheuermittel, das feine Kratzer in weichem Gold, Silber und vor allem in beschichteten oder vergoldeten Schmuckstücken hinterlässt, wodurch sie gerade stumpfer werden. Eine milde Seifenlauge mit Spülmittel ist sicherer und genauso wirksam.

Wie entfernt man Anlauf von Silberschmuck?

Dunklen Anlauf auf echtem Silber (925 Sterling) entfernst du am besten mit einem Silberputztuch: Poliere das Silber in Ruhe, bis der Glanz zurückkommt. Danach kannst du es kurz durch eine milde Seifenlauge ziehen, um Politurreste zu entfernen, und gut trocken tupfen. Bewahre Silber luftdicht auf, damit es langsamer anläuft.

Wie reinigt man Edelstahl-Schmuck?

Edelstahl ist am einfachsten: Spül ihn unter lauwarmem fließendem Wasser mit einem Tropfen Spülmittel ab, bürste sanft, wo nötig, und tupfe ihn trocken. Er läuft nicht an und ist wasserfest, Spezialmittel sind also nicht nötig. Vermeide nur Scheuermittel und Stahlwolle, denn die können Kratzer hinterlassen.

Darf Schmuck mit Steinchen oder Zirkonia ins Wasser?

Schmuck mit fest gefasstem Zirkonia darf kurz in eine milde Seifenlauge; geh mit einem weichen Pinsel hinter dem Stein entlang und spül nach. Bei geklebten Steinchen lässt du sie nicht lange einweichen und benutzt keinen Ultraschallreiniger, weil Wasser und Vibrationen den Kleber angreifen können.

Wie reinigt man Schmuck mit Naturstein oder Perlen?

Naturstein (wie Rosenquarz, Amethyst und Lavastein) und Perlen sind porös und empfindlich. Reinige sie nur mit einem leicht feuchten, weichen Tuch und trockne sie sofort nach. Kein Einweichen, keine Seife, kein Alkohol und kein Ultraschallreiniger. Perlen lässt du flach liegend trocknen, damit sich der Faden nicht dehnt.

Wie oft muss man Schmuck reinigen?

Schmuck, den du täglich trägst, profitiert alle zwei bis vier Wochen von einer kurzen Reinigung. Schmuck, den du ab und zu trägst, wischst du nach dem Tragen ab und reinigst ihn ein paar Mal im Jahr gründlicher. Silber nimmst du dir vor, sobald es anzulaufen beginnt.

Ist Lundholm Schmuck leicht sauber zu halten?

Ja. Unser gesamter Schmuck besteht aus Premium-Edelstahl mit einer 2,5 Mikron starken PVD-Gold- oder Silberbeschichtung: Er läuft nicht an, die Farbschicht trägt sich nicht ab und er ist wasserfest. Kurz abspülen und trocken tupfen genügt, ohne Silberputztuch oder Spezialmittel.

Liebe Grüße, dein Lundholm-Team